| 15.01.2004 - Schweizer Gaybetriebe schliessen sich zusammen | ||
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| 05.01.2004 - Wenn die Eltern schwul sind | |
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Homosexuelle Paare wünschen sich immer häufiger ein Kind. Aber der Wunsch ist schwer zu erfüllen: Wie kommen Lesben zu einem Samenspender? Und Schwule zu einer Mutter? Noch dazu, wenn die Gesetze sie benachteiligen und sie sich selber fragen, ob ihre Kinder mit den neuen Lebensentwürfen zurechtkommen. Zu diesen Themen ist auf der Seite der Wochenzeitung "Die Zeit" ein interessanter Artikel zu finden. Weitere Infos: Wenn die Eltern schwul sind (www.zeit de) oder PDF des Artikels (440 Kb) |
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| 16.12.2003 - Mahnmal für ermordete Homosexuelle in Deutschland | |
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Das Mahnmal für die ermordeten Homosexuellen im Nazi-Regimes wird gebaut. Dies hat der Bundestag in einer Abstimmung beschlossen. Das Projekt bekam eine Mehrheit der Stimmen, obwohl sich die Union dagegen gestellt hat. Mit dem Mahnmal wird nach den Juden und nach den Sinti und Roma einer weiteren Opfergruppe gedacht. Der Schwulen- und Lesbenverband zeigte sich äusserst zufrieden über die getroffene Entscheidung. Weitere Infos: Homo-Mahnmal kommt - ohne CDU (taz.de) Mahnmal für Homosexuelle: Späte Anerkennung (taz.de) |
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| 03.12.2003 - Nationalrat für Gesetz zur Registrierung homosexueller Paare | |
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Schwule und lesbische Paare sollen nach dem Willen des Nationalrats eine eingetragene Partnerschaft eingehen können. Die grosse Kammer beschloss dies als Erstrat mit 118 zu 50 Stimmen. Sie sprach den schwulen und lesbischen Paaren allerdings das Adoptionsrecht ab. Der Nationalrat folgte in dieser Frage mit 111 zu 72 Stimmen dem Bundesrat. Dieser wollte Adoptionen und fortpflanzungsmedizinische Verfahren für gleichgeschlechtliche Paare nicht zulassen. Beim Adoptionsverbot gehe es nicht um die Erziehungsfähigkeit, sagte Justizministerin Ruth Metzler. Es stelle sich die Frage, "ob wir rechtlich einem Kind zwei Mütter oder zwei Väter als Eltern zuordnen wollen", sagte Metzler. Dies würde bisherige Prinzipien des Kindesrechts durchbrechen. Dem natürlichen Kindesverhältnis entsprechend sei möglichst auch rechtlich jedem Kind ein Vater und eine Mutter zuzuordnen. Die Rechtskommission hatte sich laut ihrem Sprecher Felix Gutzwiller (FDP/ZH) mit 12 zu 9 Stimmen hinter den Bundesrat gestellt. Hauptgründe gewesen seien das Kindwohl im Allgemeinen und die mögliche Abtrennung von der Ursprungsfamilie, die durch eine Adoption entstehen könnte. In der Eintretensdebatte vom Dienstag hatte Bundesrätin Ruth Metzler ausgeführt, dass das neu geschaffene Rechtsinstitut der eingetragenen Partnerschaft nicht mit der Ehe gleichzusetzen sei. "Sie ist die rechtliche Absicherung von Lebensgemeinschaften zweier erwachsener Menschen". Schwulen und lesbischen Paaren bringt die eingetragene Partnerschaft erb- und sozialversicherungsrechtiche Verbesserungen. Sie begründet eine Lebensgemeinschaft mit gegenseitigen Rechten und Pflichten. Ausländische Partner erhalten die gleiche ausländerrechtliche Stellung wie ausländische Ehepartner. Das Geschäft geht nun in den Ständerat. Der Berner EDU-Nationalrat Christian Waber kündigte an, seine Partei und weitere Gruppierungen würden gegen den Beschluss das Referendum ergreifen. In ihrer Pressemitteilung begrüssen die schweizerische Schwulenorganisation PINK CROSS, die Lesbenorganisation Schweiz LOS, die Gay Manager NETWORK, dass binationale Paare im Ausländerrecht den heterosexuellen Paaren gleichgestellt werden sollen. Gleichzeitig bedauern sie ausdrücklich das Festhalten am rigorosen Adoptionsverbot und appellieren an den Ständerat, das Geschäft schnellstmöglich zu behandeln. Weitere Infos: Sitzungsprotokoll NR 02.12.2003 Sitzungsprotokoll NR 03.12.2003 (Teil 1) Sitzungsprotokoll NR 03.12.2003 (Teil 2) |
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| 27.11.2003 - Roberto Induni neuer Geschäftsleiter der Aids-Hilfe Schweiz | |
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Mit dem Jahreswechsel erhält die Aids-Hilfe Schweiz einen neuen Geschäftsleiter: Roberto Induni tritt die Nachfolge von Ruth Rutman an. Der 39-jährige Roberto Induni wurde vom Vorstand der Aids-Hilfe Schweiz einstimmig gewählt. Er übernimmt die operative Gesamtleitung der Geschäftsstelle der Aids-Hilfe Schweiz am 1. Januar 2004. Damit tritt er die Nachfolge von Ruth Rutman an, welche die Geschäftsstelle über sieben Jahre mit Engagement und Erfolg geführt hatte und sich nun neuen Herausforderungen zuwendet. Mit Induni wurde eine kompetente und profilierte Persönlichkeit gewonnen, deren Wahl die Kontinuität der Arbeit der Aids-Hilfe Schweiz garantiert. Induni hat in Lausanne und Montreal Politikwissenschaften und Soziologie studiert. Zusätzlich zu diesem Abschluss erwarb er am Institut de hautes études en administration publique (IDHEAP) den Master of Public Administration MPA. Acht Jahre war Induni als Journalist für Printmedien und für das Fernsehen tätig. Auch auf dem Gebiet HIV/Aids besitzt er reiche Erfahrung, die er als Projektleiter bei der Aids-Hilfe Schweiz und als Koordinator beim Bundesamt für Gesundheit erwarb. Zuletzt leitete Induni während drei Jahren den Presse- und Informationsdienst der Universität Freiburg i.Ü. Die Aids-Hilfe Schweiz ist die führende Schweizer Non-Profit-Organisation im Bereich von HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Die seit 1985 existierende Organisation bildet mit ihren 21 kantonalen Aids-Hilfen und 22 weiteren Mitgliedorganisationen ein nationales Kompetenznetzwerk. Nach wie vor stehen die Verhinderung von Neuinfektionen, die Verbesserung der Lebensqualität für die Betroffenen sowie die Stärkung der Solidarität mit ihnen im Vordergrund der Arbeit der Aids-Hilfe Schweiz. Weitere Infos: www.aids.ch |
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| 21.11.2003 - SCHMAZ im Stadttheater Chur | ||
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| 19.11.2003 - HI-Viren werden resistent | |
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Das HI-Virus ist immer schwieriger zu bekämpfen. Bei zehn Prozent der HIV-Infizierten in der Schweiz ist die notwendige Therapie erfolglos. Dennoch schützen sich viele Leute weiterhin nicht. Dies obwohl sie laut einer neuen Studie gut über die Krankheit Aids und deren Verbreitung informiert sind. sbo. Die HI-Viren sind immer häufiger gegen Medikamente, die das Virus hemmen, widerstandsfähig. Während bei jeder zehnten erkrankten Person das Virus resistent ist, zeigen Daten aus den USA, dass der Anteil medikamentresistenter Viren bei Neuansteckungen weiter zunimmt. Dies teilte die Aids-Hilfe Schweiz am Dienstag an einer Medienkoferenz mit. In Zürich ist ein seltener Fall vollständiger Resistenz aufgetreten: Bei einem 25-Jährigen, der sich frisch zwischen 2001 und 2002 angesteckt hatte, wurde ein Virus entdeckt, das gegen sämtliche Medikamente resistent ist, erklärte der Arzt und HIV-Spezialist Markus Flepp. Es sei bisher der einzige Vorfall dieser Art in der Schweiz. Laut Flepp bleibt die vollständige Resistenz eine Seltenheit. Konsequenzen der Resistenz Die Resistenzen hätten bei einigen Betroffenen schon heute zur Folge, dass nicht mehr alle Aids-Medikamente wirksam seien, sagte Flepp. Die Zukunftsaussichten eines solchen Patienten seien nicht viel besser als bei einem Aids-Kranken anfangs der neunziger Jahre, als erst Monopräparate und noch keine Kombination von drei Medikamenten vorhanden waren. Die Forschung suche nach Substanzen, diese nützten jedoch nur partiell gegen Resistenzen. Die Einnahme des Kombinationspräparates könne die Verbreitung des Virus nur lange hinauszögern, wenn es regelmässig eingenommen werde. Dies Erfordere sehr viel Disziplin des Patienten. Denn bei der Vermehrung des Virus entstehen Mutationen, das heisst leicht veränderte Viren, die nicht oder nur noch abgeschwächt mit Medikamenten blockiert werden können. Der einfachste Weg, eine Vermehrung von medikamentenresistenten Viren zu verhindern sei weiterhin, sich beim Sexualkontakt zu schützen, sagte Flepp. Herausforderung für Prävention Die Präventionsarbeit in der Bevölkerung sei daher weiterhin nötig, obwohl dem grossen Teil der Gesellschaft die Krankheit und deren Auswirkungen bekannt ist, sagte die Soziologin Sibylle Nideröst von der Fachhochschule Aargau. Nicht nur die Viren seien resistent geworden, sondern auch die Gesundheitsüberzeugungen. Dies ergab eine Befragung von rund 980 Männern, die in der Deutschschweiz aufgewachsen sind. Mit wenigen Ausnahmen seien alle sehr gut über die Krankheit und deren Übertragungsweg informiert. Mangelndes Schutzverhalten kann daher nicht auf mangelnde Informationen zurückgeführt werden. Je höher das Wissen um die Krankheit, desto grösser ist die Absicht, sich bei Erst- und Gelegenheitskontakten zu schützen. Ein direkter Einfluss von Wissen und Handeln in der Konkreten Situation bestehe dagegen nicht. 34 Prozent der Befragten Männer waren überzeugt, dass sie «nicht zu der Sorte Menschen gehören, die HIV/Aids bekommen». Stigmatisierung und Diskriminierung Es müsse daher gezielt gegen die stereotypisierte Gesundheitsüberzeugung vorgegangen werden, forderte Nideröst. Dieser Faktor müsse in der Präventionsarbeit mehr berücksichtigt werden. Die HIV/Aids-Prävention müsse dafür ständig den Veränderungen angepasst werden. Auch zwei Jahrzehnte nach Entdeckung der HIV/Aids-Epidemie, werden betroffene Menschen häufig mit Diskriminierungen und Stigmatisierungen konfrontiert, sagte Cristina Arrigoni Baeriswyl, Leiterin der Rechtsberatung der Groupe Sida Genève. Auf Grund der «sozialen Etikette» die den Menschen mit HIV/Aids anhaften, ändere sich die Wahrnehmung der Gesellschaft um 180 Grad. Dies führe bei den betroffenen Personen oft zu Isolation und Depression. Die Betroffenen haben sich in den letzen Jahren immer häufiger mit arbeitsrechtlichen Fragen an den Groupe Sida Genève gewandt, sagte Arrigoni. Die Arbeitswelt sei für Menschen mit HIV/Aids weiterhin eine grosse Unsicherheit, unabhängig, ob sie zurückkehren oder erstmals eine Arbeit suchen. Bei der Planung von Aufgaben wird zum Beispiel bei der Einteilung der Arbeitszeit keine Rücksicht genommen. Das kann dazu führen, dass die Betroffenen die Behandlung abbrechen, aus Angst die Stelle zu verlieren. Jobbörse für HIV-Positive Die Aids-Hilfe Schweiz hat aus diesem Grund im Sommer dieses Jahres eine internetbasierte Jobbörse gegründet. Die Stellenausschreibung auf www.workpositive.ch ist für die Firmen kostenlos. Die Unternehmen seien allerdings wenig bereit, ihre offenen Stellen auf dieser Jobbörse auszuschreiben, sagte Allan L' Allemand, Geschäftsleiter ad interim. Als erste hat die kantonale Verwaltung des Kantons Aargau bestätigt, ihre offenen Stellen künftig auch bei der Aids-Hilfe aufzuschalten. |
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