21.04.2004 - Adoption nicht mehrheitsfähig
56.3 Prozent der Schweizer Bevölkerung ist gegen die Adoption von Kindern durch lesbische oder schwule Paare. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage, welche das Meinungserforschungs-Institut Isopublic im Auftrag von Facts (Ausgabe vom 7. April 2004) bei 1000 Personen durchgeführt hat.

Nur 10.2 % der Befragten sprachen sich dabei «sehr» für die Adoption aus. 31,3 % waren «eher dafür». Eher dagegen waren 28,1. %, sehr dagegen 28,1 %. Heftig fällt die Ablehnung insbesondere bei Älteren aus (72,3 %). Überdurchschnittlich ist auch die Ablehnung in der Westschweiz (66,1 %) und bei den Männern (64,4 %). 2,2 % der Befragten konnten sich nicht entscheiden.
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20.04.2004 - 5. «warmer Mai» in Zürich
Unter dem Namen «warmer mai» findet vom 1. Mai bis zum 31. Mai 2004 bereits im fünften aufeinanderfolgenden Jahr ein Festival in Zürich statt, das die Vielfalt lesbischen und schwulen Kulturschaffens sicht-, hör- und erfahrbar machen will.

Fülle und Buntheit des Programms sind auch dieses Jahr garantiert, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Zur Feier der fünften Auflage des Festivals wird insbesondere eine Kleinkunstreihe über die Auffahrtstage (19. bis 23. Mai) im Miller's Studio Aufmerksamkeit erregen: neben Daniel Isengart aus New York treten «Duotica» auf, die Gewinner des diesjährigen Sonderpreises des deutschen Kabaretts, sowie Kordula Völker mit ihrem Programm «Damenwahl». Schweizer Prominenz steht mit Nina Dimitri gleich zweimal auf dem Programm des «warmen Mai». Von den Theaterproduktionen ist das Epos «Gilgamesch & Enkidu» unter der Regie von Andrea Stadler, vom 28. - 30. Mai in der Roten Fabrik, besonders hervorzuheben.

Über das Programm und die einzelnen Veranstalltungen informiert die Website www.warmermai.ch.
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16.04.2004 - Schwullesbische Radsportgruppe in Zürich gegründet
Seit Anfang April 2004 gibt es in Zürich die Gruppe "Cyclogay", eine aus Kreisen des Gaysport Zürich gegründete Radsportgruppe. Jeden ersten Samstag im Monat treffen sich die Radsportfreundinnen und -freunde zu gemeinsamen Trainingsausfahrten.

An den Wochenenden dazwischen finden meist Trainings oder ausgedehntere (Wochenend-)Touren in kleinen Interessengruppen der Radsportgruppe statt. Wer auch Freude am Radsport hat ist herzlich eingeladen, unverbindlich auf eine Fahrt mit zu kommen. Die Gruppe steht auch Nicht-Gaysport-Mitleuten offen. Voraussetzung ist lediglich der Besitz eines für sportliche Ausfahrten ausgestatteten (Renn-)Rades.

Alle Informationen finden sich ab sofort auf der Internetsite www.cyclogay.ch oder können direkt bei Roland Munz (info@rolandmunz.ch) angefragt werden.
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14.04.2004 - 10 Jahre Capricorn - Happy Birthday
Am 10. April 1994 wurde der Verein Capricorn gegründet. Zehn Jahre sind seitdem ins Land gezogen. Zu diesem freudigen Ereignis lädt der Capricorn alle Mitglieder am 15. April zu einem kleinen Schmaus im Rest. Süsswinkel in Chur ein. Die Getränke bezahlt jedes Mitglied selber.


Donnerstag, 15. April 2004, 20.00 Uhr
Rest. Süsswinkel, Süsswinkelgasse 1, 7000 Chur
(Bitte bei Yvo (079 230 97 03) anmelden!)
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13.04.2004 - Better Than Chocolate (Heute, 23.05 Uhr, SF 2)
Das lesbische Paar Maggie und Kim gerät in Bedrängnis, als Maggies frisch geschiedene Mutter ohne Voranmeldung bei ihnen einzieht. Freche Coming-out-Komödie.

Die junge Buchhändlerin Maggie gehört als aktives Mitglied zur grossstädtischen Lesbenszene. Ihrer Familie hat sie ihre Neigung und ihren unkonventionellen Lebensstil bisher verheimlicht. Als sich eines schönen Tages ihre Mutter und der jüngere Bruder bei ihr einquartieren, versucht Maggie, eine Scheinwelt der "Normalität" vorzugaukeln. Turbulente Verwicklungen sind die Folge. "Better Than Chocolate" von Anne Wheeler ist eine heiter-besinnliche Cross-Over-Komödie mit hinreissenden Darstellern.



Tagsüber arbeitet Maggie (Karyn Dwyer) in dem Frauenbuchladen "Ten Percent", abends aber tritt sie als Showgirl im Szeneclub "Cat's Ass" auf. Zum Übernachten genügt ihr eine Couch im Buchladen. Eines Abends wird Maggie auf dem Heimweg von einer Gruppe Skinheads angegriffen. Gerade rechtzeitig wird sie von einer jungen Frau gerettet, die in ihrem Wohnmobil vorbeifährt. Das ist der Anfang der Liebesgeschichte von Maggie und Kim (Christina Cox). Ausgerechnet jetzt kreuzt Maggies Mutter Lila (Wendy Crewson) auf. Maggies Eltern haben keine Ahnung von den sexuellen Neigungen ihrer Tochter. Lila hat sich nach einem Streit von ihrem Ehemann getrennt und möchte nun mit ihrem Sohn Paul (Kevin Mundy) bei Maggie einziehen. Aber Maggie besitzt gar keine eigene Bleibe. Eine Freundin, die auf eine längere Geschäftsreise geht, springt ein und überlässt ihr die Wohnung. So kann Maggie Mutter und Bruder bei sich aufnehmen, Kim stellt sie als Wohnpartnerin vor. Aber lange lässt sich die Charade nicht aufrechterhalten. Maggie und Kim leiden unter der Heimlichkeit, dazu kommen Probleme im Buchladen, weil der Zoll importierte Bücher beschlagnahmt hat. Während Maggie im Chaos der Lügen und Halbwahrheiten versinkt, beginnt Lila an dem bunten Leben in der Gemeinschaft Geschmack zu finden. Vor allem, seit sie bei einer ihrer nächtlichen Schokoladenorgien unter dem Bett eine Kiste mit Sexspielzeug gefunden hat, mit dem sie ihrem Frust besser als mit Pralinenessen zuleibe rücken kann. Ausserdem hat sie sich mit Maggies Showkollegin Judy (Peter Outerbridge) angefreundet. Bei einem Besuch in deren Wohnung entdeckt Lila allerdings, dass Judy in Wirklichkeit Jeremy heisst. Die Zeit ist reif für einige Geständnisse.



Ann Wheelers Lesbenkomödie gehörte damals zu den Publikumslieblingen am Filmfestival von Berlin. "Wenn es einen 'Gute-Laune-Film' auf dieser Berlinale gab, dann 'Better Than Chocolate', eine schräge Sittenkomödie, der der Bravourakt gelingt, zugleich sinnlich und komisch zu sein", schrieb die "Berliner Morgenpost". Regisseurin Ann Wheeler gehört in ihrer Heimat Kanada zu den arrivierten Filmemacherinnen. Internationale Anerkennung erhielt sie für den an mehreren Festivals ausgezeichneten "A War Story" (1983), einen Dokumentarfilm über ihren Vater Dr. Ben Wheeler, der während des Zweiten Weltkriegs vier Jahre in Gefangenschaft war. Ebenfalls ausgezeichnet wurde ihr Fernsehfilm "The War Between Us" (1995), der von der Internierung von Amerikanern japanischer Abstammung im Zweiten Weltkrieg handelt.

Weitere Infos:
Filminfos bei IMDB.com
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02.04.2004 - 15 Jahre LOS
Es waren mutige Frauen, welche 1989 die Lesbenorganisation Schweiz LOS gründeten, um endlich eine öffentliche Stimme zu erhalten und damit Bewegung in die Lesbenpolitik der Schweiz zu bringen. Am 20. März feierte die LOS im Restaurant Grünes Glas in Zürich ihren 15.Geburtstag. Sie konnte dabei auf eine bewegte Geschichte zurück blicken.

Anlässlich der Stonewall-Feierlichkeiten trafen sich 1988 politisch interessierte Lesben, um über die Gründung einer nationalen Organisation zu diskutieren. Die jungen Frauen hatten die Notwendigkeit erkannt, nebst der wichtigen lokalen Basisarbeit auch auf nationaler Ebene direkten politischen Einfluss zu nehmen. Im Dezember 1989 wurde in Bern die Lesbenorganisation Schweiz LOS gegründet.

Einiges hat sich getan ...
Zehn Jahre nach dem Skandal um den Fussballclub Wettswil Bonstetten, und zehn Jahre nach der Lancierung der Petition „gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Paare“ hat sich in der Schweiz einiges zum Besseren gewendet. Die neue Verfassung verbietet eine Diskriminierung von Menschen auch aufgrund der Lebensform, in Genf, Neuenburg und Zürich können sich homosexuelle Paare registrieren lassen, in den Medien wird fundierter und breiter über das Thema informiert und es gibt vermehrt offen lebende homosexuelle Persönlichkeiten.

... aber es gibt noch viel zu tun!
Für die LOS ist klar, dass es immer noch ein langer Weg ist bis zur vollständigen Gleichstellung:
• Lesben werden weiterhin diskriminiert – zuerst als Frauen und dann als Lesben.
• Lesbische Frauen werden von unserer Gesellschaft oft nicht wahrgenommen. Die Beziehung von Frau zu Frau wird belächelt oder negiert.
• Lesbische Frauen müssen immer wieder Drohungen seitens heterosexuellen Männern über sich ergehen lassen.
• Lesbische Frauen werden in der Öffentlichkeit oft als lustfeindliche, männerhassende, randständige Frauen dargestellt.
• Lesbische Frauen getrauen sich im beruflichen Alltag viel weniger zu outen als schwule Männer.
• Die lesbische Lebensweise wird in Schweizer Schulen mehrheitlich verschwiegen.
• In vielen Ländern dieser Welt werden lesbische Frauen zwangsverheiratet.

Auch nach Einführung des eidgenössischen Gesetzes für die eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare, wird sich die LOS weiterhin für lesbische Anliegen einsetzen und “Gleiche Rechte, gleiche Würde, nicht mehr und nicht weniger“ fordern.

Weitere Infos:
LOS - Lesbenorganisation Schweiz
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29.03.2004 - PINK CROSS-Mitglieder-Versammlung in Lugano
Rolf Trechsel löst François Baur ab
Der frühere Geschäftsleiter von Pink Cross, Rolf Trechsel, ist neuer Präsident von Pink Cross. Die Mitgliederversammlung der Schweizerischen Schwulenorganisation hat ihn am Samstag in Lugano zum Nachfolger von François Baur gewählt. François ist seit Oktober in Brüssel tätig und ist deshalb, nach vier Jahren Amtszeit, zurück getreten.

Aus dem Vorstand zurückgetreten sind ausserdem Vize-Präsident Stefan Liembd und Markus Rudaz. Stefan war zuständig für die Ressorts Rainbow-Line und die HIV/Aids-Prävention, ausserdem gehörte er der Ad-hoc-Gruppe zur Vorbereitung der Kombi-Mitgliedschaft an. Markus Rudaz vertrat die Interessen der Fachgruppe SLAP (Schwule und Lesben mit Ausländischen PartnerInnen) und gehört ausserdem dem Vorstand des Vereins derBUS an, der für die gleichnamige Ausstellung über lesbische und schwule Lebensweisen verantwortlich ist.

Neu in den Vorstand gewählt worden sind Adrian Camartin (Graubünden), Roli Munz (Zürich), Yves de Matteis (Genf) und Urs Wittwer (Bern). Ebenfalls gewählt wurde Paul Marquard (Zürich), der in Lugano spontan kandidierte. Die neuen Vorstandsmitglieder werden in der nächsten Ausgabe von PINK MAIL näher vorgestellt.

Ja zur Kombi-Mitgliedschaft
Die Mitgliederversammlung hat ausserdem der definitiven Einführung der Kombi-Mitgliedschaft PINK CROSS/HAZ (Homosexuelle Arbeitsgruppen Zürich) zugestimmt und den Vorstand ermächtigt, auch mit anderen Organisationen Kombimitgliedschaften auszuhandeln.

Brasilianische Resolution wackelt
Ausserdem hat die Mitgliederversammlung den Vorstand beauftragt, dem Präsidenten der UNO Menschenrechtskommission einen Brief zu Gunsten der "Brasilianischen Resolution" zu schreiben. Brasilien hatte bereits letzes Jahr einen Resolutionsentwurf eingereicht, der die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung als Menschenrechtsverletzung brandmarkt. Unter dem Druck islamischer Staaten und des Vatikans war die Resolution bereits letzes Jahr nicht zur Abstimmung gelangt und nun erwägt Brasilien gar den Rückzug der Resolution.

ACHTUNG! Wer die Resolution "Sexuelle Orientierung und Menschenrechte" noch nicht unterzeichnet hat, kann dies noch bis Mittwoch Abend tun. Diese wird dann von der brasilianischen Delegation anlässlich der 59. Session der UNO-Menschenrechtskommission in Genf deponiert.

Weitere Infos:
Brasilianische Resolution

Update (10.05.2004): Das Tessiner Fernsehen war am Apéro dabei und hat in der Tagesschau einen Beitrag gesendet. Dieser kann HIER angeschaut werden.
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24.03.2004 - MV von Pinkcross am 27.03.2004 in Lugano
Am kommenden Samstag findet in Lugano die Mitgliederversammlung von Pinkcross statt. Die Mitglieder treffen sich um 13.30 Uhr in der Albergo Ristorante Pestalozzi in Lugano. Neben dem Jahresbericht und der Rechnung 2003 gibt es heuer verschiedene Neuwahlen in den Vorstand. Ebenfalls muss ein neuer Präsident gewählt werden.
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23.03.2004 - Dialogai macht Lesben und Schwule sichtbar
Während in der UNO die Debatte über sexulle Orientierung und Menschenrechte bevorsteht, prangen von Genfs Plakatwänden erstmals eng umschlungen ein Männerpaar und ein Frauenpaar. Mit dieser Kampagne will die Genfer Schwulen und Präventionsorgansisation Dialogai Lesben und Schwule sichtbar machen und im Kanton ein Zeichen gegen Homophobie setzen.


Die Sichtbarkeitskampagne startet am 24. März. Ergänzend zu den 110 Plakaten werden in In-Lokalen zudem Postkarten verteilt und das Lokalfernsehen verbreitet kurze Spots.

Auch wenn das eidgenössische Parlament inzwischen die rechtliche Anerkennung lesbischer und schwuler Partnerschaften diskutiert: Dialogai geht davon aus, dass die Bevölkerung noch nicht gewohnt ist, Männerpaare und Frauenpaae zu sehen. Die Homophobie bestehe in vielen Milieus weiter, erläutert Dialogai, und die lesbischen und schwulen Paare zeigten sich kaum öffentlich. Deshalb will Dialogai das Bild der Homosexualität, das die Bevölkerung versteckt, mitten unter die Leute bringen.
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23.03.2004 - UN: Streit über Sonderzulagen für homosexuelle Lebensgemeinschaften
New York, 17. März (IPS)
UN-Generalsekretär Kofi Annan hat mit einer administrativen Verfügung, die homosexuellen Paaren unter UN-Mitarbeitern ähnliche Vergünstigungen wie heterosexuellen Ehepartnern einräumt, eine erbitterte politische Debatte ausgelöst. Beobachtern zufolge droht das sensible Thema die Weltorganisation zu spalten.


Seite an Seite mit dem Vatikan opponiert die Islamische Konferenz (OIC), der 56 Staaten mit überwiegend muslimischer Bevölkerung von Afghanistan bis zu den Vereinigten Arabischen Emiraten angehören, gegen die Anweisung. Die Europäische Union hingegen hält in der strittigen Angelegenheit zu Annan mit der Begründung, seine Befugnisse als Verwaltungschef der UNO dürften nicht infrage gestellt werden.

Der sich ausweitende Konflikt fällt genau in die fünfwöchige Sitzungsperiode der UN-Menschenrechtskommission, die am 15. März in Genf begonnen hat. Erwartet wird, dass sie sich erneut mit einer Resolution aus dem letzten Jahr befasst, in der weltweit der Minderheitenschutz für Homosexuelle gefordert wird.

Stein des Anstoßes ist ein Rundschreiben, das Annan Mitte Januar an die 14.000 UN-Angestellten in aller Welt verschickt hatte. Darin erklärt der UN-Chef im Zusammenhang mit den Familien zustehenden Vergünstigungen wie medizinische Versorgung, Schulgeld, Heimaturlaub und Renten erklärt der UN-Generalsekretär, bei der Definition des Familienstatus' werde "nach dem lange bewährten Prinzip" verfahren. Danach richte sich der Personenstand von UN-Angestellten nach den nationalen Gesetzen ihrer Heimatländer.
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