03.06.2004 - Bündner im MisterGay-Final
Jaswan Jeremy Ziegler, der 22jährige Bündner hat es am letzten Samstag anlässlich den Ausscheidungen zur MissGay- und des MisterGay-Wahl 2004 in den Final geschafft. Er wird sich nun mit fünf weiteren Kandidaten und vier Kandidatinnen der Wahl der MissGay und des MisterGay stellen.

Das Gaygraubünden-Team gratuliert Jaswan Jeremy ganz herzlich zur Nomination und wünscht ihm viel Glück beim Final am 16. Oktober 2004 in Zürich.


Weitere Infos:
Mister- & Miss Gay-Wahl 2004
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02.06.2004 - Dem Papst ins Gewissen reden
Schwule und Lesben bitten Bundesrat um Vermittlung

Statt an den Christopher-Street-Day, die Jahres-Kundgebung der Lesben und Schwulen in Zürich, reist eine Delegation der Landesregierung am Samstag nach Payerne, um Papst Johannes Paul II. zu begrüssen. Die schweizerische Schwulenorganisation PINK CROSS hat den Bundesrat in Absprache mit der Lesbenorganisation Schweiz (LOS) gebeten, gegenüber dem Papst einige Punkte anzusprechen, in denen sich die offizielle römisch-katholische Kirche in menschenrechtlicher und staatsrechtlicher Hinsicht problematisch verhält.


Das Engagement der römisch-katholischen Kirche gegen die eingetragenen Partnerschaften.

Es gibt keinen Grund für eine christliche Kirche, sich dagegen zu wehren, dass gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaften rechtlich absichern können, namentlich, wenn sie damit auch die entsprechende Verantwortung übernehmen. Es ist letztlich Sache der Kirchen, eine von ihnen postulierte Heiligkeit der Verbindung zwischen Frau und Mann darzustellen. Hingegen darf eine Kirche Personen, die nicht dieser Kirche angehören, nicht ihre Regeln aufzwingen, insbesondere nicht über die Gesetzgebung eines Staates, dessen Bevölkerung verschiedenen Konfessionen oder auch gar keiner Konfession angehört.


Das Engagement der römisch-katholischen Kirche gegen die sogenannte "Brasilien-Resolution".

Es geht um die Resolution, mit welcher Brasilien die Ächtung der Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung durch die UNO-Menschenrechtskommission erreichen wollte. Die Schweizer Delegation war 2003 als Gönnerin für diese Resolution aufgetreten. In Allianz mit den islamischen Staaten hat der Vatikan im März 2004 zum zweiten Mal eine Verabschiedung dieser Resolution verhindert. In zahlreichen Staaten wird Homosexualität mit Todesstrafen und langen Haftstrafen verfolgt. Ausserdem müssen sich Homosexuelle in vielen Staaten Verfolgungen durch halbstaatliche oder nichtstaatliche Kräfte gefallen lassen.


Mehr als nur Entschuldigung fällig

Die römisch-katholische Kirche ist verantwortlich für die Verfolgung und Ächtung von Homosexuellen über Jahrhunderte hinweg. Sie trägt die Mitverantwortung für ungezählte Hinrichtungen, Selbstmorde, menschliche Tragödien, aber auch für die gesellschaftliche Ächtung der Homosexuellen mit all ihren Auswirkungen bis in unsere Zeit. Heute, wo klar ist, dass das Verständnis von Homosexualität, auf welches sich die Kirche stützte, ebenso falsch ist wie das Bild der um die Erde kreisenden Sonne, fordern LOS und PINK CROSS von der römisch-katholischen Kirche nicht nur eine Entschuldigung, sondern einen Kurswechsel und einen aktiven Beitrag zur Integration der Lesben, Bisexuellen und Schwulen in die Gesellschaft. Exponenten dieser Kirche in der Schweiz und andere christliche Kirchen zeigen, dass dies mit dem Christentum sehr wohl vereinbar ist.
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27.05.2004 - Heute GV vom Capricorn
Um 20.00 Uhr findet heute abend in der Pizzeria Enzo's am Theaterweg 7 (gleich neben dem Kinocenter) in Chur die Generalversammlung des Capricorn statt.

Über eine rege Beteiligung der Mitglieder würde sich der Vorstand freuen.
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21.05.2004 - Homosexuelle von Samenspende ausgeschlossen
Die US-Regierung hat gestern anonyme Samen- und Gewebespenden von Homosexuellen verboten. Die von der Gesundheitsbehörde FDA erlassenen Bestimmungen zwingen alle Einrichtungen, welche von anonymen Spendern Gewebe oder Samenzellen sammeln den Spender zu fragen, ob dieser homosexuell sei, im Zeitraum von fünf Jahren vor der Spende eine homosexuelle Beziehung hatte oder Drogen injiziert habe. Bejaht der Spender dies so muss eine Spende abgelehnt werden. Ziel der Massnahme sei die Verringerung des Übertragungsrisikos von Krankheiten.

"Erneut hat die Administration Bush wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert um ihre Wählerschaft aus der extremen Rechten zufriedenzustellen," bemängelt Roberta Sklar, Sprecherin der National Gay and Lesbian Task Force. Sie verwies darauf, dass Aids-Schnelltests bereits innerhalb von 72 Stunden eine HIV-Infektion nachweisen können. "Sogar das Internationale Komitee des Rote Kreuzes (IKRK) akzeptiere Blutspenden von Spendern welche sexuelle Beziehungen mit anderen Männern hätten," gab Roberta Sklar zu bedenken.
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17.05.2004 - In Massachusetts können Homosexuelle heiraten
Schwule und lesbische Paare können von diesem Montag an in Massachusetts als erstem US-Bundesstaat ganz legal heiraten. Allerdings mit zwei Einschränkungen: Heiraten dürfen nur Einheimische. Und in zwei Jahren dürfte Schluss sein mit der Homo-Ehe.

In der als besonders liberal geltenden Universitätsstadt Cambridge sollten die Dokumente bereits ab Mitternacht ausgegeben werden. Der Versuch von Gegnern der Homo-Ehen, mit einer einstweiligen Verfügung vor dem Obersten Gerichtshof der USA die Eheschließungen zu stoppen, war am Freitag gescheitert. In einer Erklärung von Erzbischof Sean P. O'Malley heißt es, mit tiefer Trauer werde die Schaffung von gleichgeschlechtlichen Ehen zur Kenntnis genommen. Die katholische Kirche bleibe der Wahrheit verpflichtet, dass die Ehe das einzigartige Band zwischen Mann und Frau sei.

Um einen Heiratstourismus wie vor wenigen Monaten in San Francisco zu verhindern, will sich der Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney - ein Gegner von gleichgeschlechtlichen Ehen, auf ein Gesetz von 1913 berufen, wonach nur Einwohnern des US-Bundesstaates die Eheschließung erlaubt ist.

Der Oberste Gerichtshof des Ostküstenstaates hatte in einem Aufsehen erregenden Urteil im November vergangenen Jahres mit vier zu drei Stimmen entschieden, dass die Verweigerung der staatlichen Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren diskriminierend ist und die Verfassung des Bundesstaates verletzt. Das Parlament wurde angewiesen, die gesetzlichen Voraussetzungen zur Zulassung der Homo-Ehe ab 17. Mai zu schaffen.

Das Parlament von Massachusetts stimmte im März zwar für eine Verfassungsänderung, die Homo-Ehen explizit verbietet. Die Entscheidung tritt aber frühestens in zwei Jahren in Kraft. Politiker im ganzen Land arbeiten an Verfassungsänderungen, um die Ehe klar als Verbindung zwischen Mann und Frau zu definieren. Dafür haben sich auch Präsident George W. Bush und sein demokratischer Herausforderer John Kerry, Senator aus Massachusetts, ausgesprochen.

In einem Verstoß gegen geltende Gesetze hatte der Bürgermeister von San Francisco im Februar mehr als 3400 gleichgeschlechtliche Paare trauen lassen. Der Oberste Gerichtshof von Kalifornien verbot die Praxis im März.

Die US-Medien berichten seit Tagen von schwulen und lesbischen Paaren, die sich möglichst rasch das Jawort geben wollen. Viele hätten den Wunsch, bei dem historischen Moment dabei zu sein und auf der anderen Seite Angst, dass es wieder schnell vorbei sein könnte, schreibt die Tageszeitung "Boston Globe". In vielen Interviews haben Paare auf Schwierigkeiten und Intoleranz sowie auf einen Boykott in den eigenen Familien hingewiesen. Viele bedauerten auch, dass in dem vorwiegend römisch-katholischen Massachusetts nur eine standesamtliche, aber keine kirchliche Trauung möglich sei.

Weiter Infos:
The Boston Globe - Gay Marriage
NZZ - Mehr als 900 Paare beantragen Ehe-Lizenzen

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16.05.2004 - Registrierte Partnerschaft im Kt. Fribourg
Freiburg macht einen grossen Schritt zur rechtlichen  Anerkennung homosexueller Frauen und Männer

Die Freiburger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben heute in einer Volksabstimmung die neue Kantonsverfassung angenommen, die in einem Artikel gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht auf eine registrierte Partnerschaft gewährt. Dies darf als Weltpremiere bezeichnet werden, denn bisher wurde dieses Recht lediglich in Gesetzesartikeln aber noch nie in einer Verfassung festgelegt. Sarigai, die Vereinigung der Homosexuellen von Freiburg und Lago, die entsprechende Vereinigung an der Universität Freiburg, freuen sich über diesen historischen Tag. Er bedeute für Schwule und Les­ben des Kantons Freiburg ein wichtiger Schritt vorwärts in Richtung auf eine rechtlichen Anerkennung, schreiben die beiden Organisationen in einer Medienmitteilung.

Freiburgerinnen und Freiburger, vor allem homosexuelle Frauen und Männer können stolz auf ihren Kanton sein, so die beiden Organisationen weiter. Die Annahme der neuen Kantonsverfassung durch das Stimmvolk sei ein Zeichen der Aufgeschlossenheit und Offenheit für die Zukunft. Sie sei ein Beweis für einen Staat der seine Bürger respektiert.

Die registrierte Partnerschaft ermöglicht gleichgeschlechtlichen Paaren, ähnlich wie verheirateten, heterosexuellen Paaren, den Aufbau einer anerkannten partnerschaftlichen Beziehung, die ihre gegenseitigen Pflichten und Rechte garantiert. Viele Aspekte des täglichen Lebens (Mietvertrag, Steuern, Versicherungen, ...) aber auch lebenswichtige Fragen (Sicherheit, Unterstützung, Krankheit, Hospitalisierung, Erbschaft, Todesfall, ...) können so geregelt werden. Freiburg ist der vierte Schweizer Kanton, nach Genf, Zürich und Neuenburg, der gleichgeschlechtlichen Paaren eine registrierte Partnerschaft ermöglicht. Der Kanton muss nun innerhalb von vier Jahren den neuen Verfassungsartikel in einem entsprechenden Gesetz in die Praxis umsetzen.

Laut Sarigai und Lago sei die Einführung der registrierten Partnerschaft in der neuen Freiburger Kantonsverfassung ist ein grosser Schritt in Richtung auf eine rechtliche Anerkennung homosexueller Frauen und Männer. Sie beende die bisherige Ungleichbehandlung und erleichtere die Akzeptanz und die gesellschaftliche Integration homosexueller Mitmenschen. Weitere Schritte müssten allerdings noch folgen. Viele Lesben und Schwule würden immer noch darunter leiden, dass sie wegen ihrer sexuellen Orientierung in der Familie, am Arbeitsplatz oder auf der Strasse diskriminiert würden. Sarigai und Lago sind überzeugt, dass die registrierte Partnerschaft, wie schon in andern Kantonen und Ländern, eine positive Auswirkung auf die Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber Homosexuellen haben werde.
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14.05.2004 - Die Schwulen und ihr ewiger Ex
Homosexuelle haben sehr oft ein unverkrampftes Verhältnis zu ihren Ex-Freunden. Warum das so ist und warum bei «Hetis» anders, ist eine schwierige Frage.

Amüsanter Artikel in der Online-Ausgabe des Tagesanzeigers.

Artikel: Die Schwulen und ihr ewiger Ex
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13.05.2004 - La Marella: "No maridain be subit ...
scha no surgnin la pussibiltà" ("Wir würden sofort heiraten, wenn wir die Möglichkeit hätten ...)

Jachen Andry und Kees Idenburg aus Scuol wurden vor einiger Zeit vom Romanischen Radio angefragt, ob sie Interesse hätten ihre homosexuelle Beziehung in einer halbstündigen Radiosendung vorzustellen. Da es ihnen wichtig erschien - v.a. im Hinblick auf das eventuell bevorstehende Referendum der EDU- die "Normalität" von gleichgeschlechtlichen Beziehungen aufzuzeigen, und das Radiopublikum über die immer noch herrschende rechtliche Diskrimination aufzuklären, haben sie spontan zugesagt.

Zu hören ist die Sendung am kommenden
Sonntag, 16.Mai 2004 um 12.30 Uhr.
Eine Wiederholung wird am
Montag 17.Mai 2004, um 14.03 Uhr
gesendet.

Danach ist die Sendung auch im Internet unter der Adresse
http://www.rtr.ch/go/to?siteSect=10109&sid=4931810&
abrufbar. Dort sind auch zusätzliche Informationen zur Sendung zu finden.

Übrigens, die Sendung ist natürlich in Romanisch.
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12.05.2004 - Capricorn-Programm Mai/Juni Online
Das Capricorn-Programm für die Monate Mai und Juni 2004 ist nun online. Das PDF-File ist 63 KB gross und kann über den folgenden Link gedownloadet werden.

ccprog_maijuni04.pdf

Das nächste Treffen findet am 13. Mai 2004 statt.

Vorinformation: GV des Capricorn am 27. Mai 2004
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04.05.2004 - Aufruf: Hilfe für bedrohte Ecuadorianer
Nachdem am 11. April 2004 eine telefonische Bombendrohung bei der nichtstaatlichen Organisation "Fundación Amigos por la Vida" eingegangen ist und ein Unbekannter im Büro der Organisation in Guayaquil erschienen war, um Patricio Ordóñez Maico abzuholen, fürchtet amnesty international um die Sicherheit von Patricio Ordóñez Maico und anderen Mitgliedern der "Fundación Amigos por la Vida", die sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen einsetzen.

Am 11. April 2004 ging ein anonymer Anruf bei der Organisation "Fundación Amigos por la Vida" ein, in dem es hieß, in ihrem Büro werde eine Bombe gelegt, um alle Mitarbeiter wegen ihrer sexuellen Orientierung in die Luft zu sprengen. Zuvor war am selben Tag ein Unbekannter in das Büro der Organisation gekommen und hatte nach Patricio Ordóñez Maico gefragt, der für die Organisation tätig ist. Der Mann trug Zivilkleidung und gab an, ein Angehöriger der Polizei zu sein. Er erklärte, er wolle Patricio Ordóñez Maico zur Polizeiwache mitnehmen, damit er dort eine Aussage mache. Als die Mitarbeiter den Mann nach seinem Ausweis fragten, verließ er das Büro und soll in ein goldfarbenes Fahrzeug ohne Kennzeichen mit abgedunkelten Fenstern gestiegen sein.

Sowohl die Drohung als auch die Nachfrage nach Patricio Ordóñez Maico sind offenbar Einschüchterungsversuche, um Patricio Ordóñez Maico zu zwingen, seine Anzeige gegen zwei Polizisten, die ihn am 31. Mai und 2. Juni 2001 in der Hauptstadt Quito tätlich angegriffen hatten, zurückzuziehen. In beiden Fällen war er ohne Anklageerhebung inhaftiert und von Angehörigen der Nationalpolizei misshandelt worden. Nachdem er im Juni 2001 Anzeige bei der Kriminalpolizei erstattet hatte, erhielt Patricio Ordóñez Maico mehrere Morddrohungen und musste aus Angst um sein Leben in eine andere Stadt ziehen. Er wird jedoch nach wie vor eingeschüchtert und drangsaliert, und am 12. März 2004 wurde ein Mordanschlag auf ihn verübt. Eine Woche zuvor hatte er seinen Fall auf einer Veranstaltung der "Internationalen Liga für Menschenrechte" vorgestellt.

Bitte schreibt nach Möglichkeit Faxe oder sonst Eilbriefe mailt oder faxt Kopien an die Botschaft und "Amigos por la Vida".

Weitere Infos:
Informationen bei Queeramnesty
Textvorschlag für Brief/Fax
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