08.07.2004 - Stadtgeschichten - Teil 1 & 2 (Heute, ab 22.35 Uhr, SF 1)
Im Haus von Anna Madrigal verflechten sich die merkwürdigsten Schicksale. Kongeniale Verfilmung von Armistead Maupins Kultroman aus dem San Francisco der 70er-Jahre.

San Francisco Mitte der 70er-Jahre. Schwule, Hippies, Pazifisten und Freigeister aller Art bevölkern die liberalste Stadt der USA. Viele junge Leute aus ganz Amerika zieht es in die schillernde Metropole, die Hauptstadt von "love and peace". Auch Mary Ann Singleton aus Cleveland setzt scheu einen Fuss auf das heisse Pflaster - und verfällt hoffnungslos dem Reiz dieser aussergewöhnlichen Stadt.



Ihre Abenteuer schildert der amerikanische Autor Armistead Maupin in seinen schon längst zu Kultromanen gewordenen "Tales of the City" - lebendig und mit viel Humor. 1993 hat der englische Fernsehsender Channel 4 den ersten von sechs Bänden für den Bildschirm adaptiert. 1998 folgte mit "More Tales of the City" Band zwei und 2001 wurde mit "Further Tales of the City" der dritte Band verfilmt. SF DRS zeigt in den kommenden Wochen alle bisher produzierten Folgen, einige davon als deutschsprachige Fernsehpremiere.

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30.06.2004 - Deutschland: Stiefkindadoption bald möglich
In Deutschland will die Bundesregierung die Rechte homosexueller Paare weiter verbessern. Künftig sollen Schwule und Lesben in eingetragenen Lebenspartnerschaften in begrenztem Umfang Kinder adoptieren können und einen Anspruch auf Hinterbliebenen-Versorgung erhalten. Das schweizer Partnerschafts-Gesetz schliesst die Möglichkeit der Adoption für gleichgeschlechtliche Paare aus.  

Das Gesetz soll Anfang kommenden Jahres in Kraft treten und das Lebenspartnerschaftsgesetz aus dem Jahr 2001 ergänzen, das Verbindungen homosexueller Paar erstmals in Deutschland auf eine rechtliche Basis gestellt hat. Derzeit gibt es in der Bundesrepublik rund 5.000 eingetragene Lebenspartnerschaften.  

Strittigster Punkt der Neuregelung ist die so genannte Stiefkindadoption. Sie ist vor allem für lesbische Paare relevant, bei denen eine Frau ein leibliches Kind in die Partnerschaft einbringt. Mit der Neuregelung hat die andere Frau die Möglichkeit, das Kind zu adoptieren und so Verantwortung für die Erziehung zu übernehmen.  

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) und der Grüne Rechtsexperte Volker Beck sprachen sich dafür aus, homosexuellen Lebenspartnerschaften langfristig die selben Adoptionsrechte zu verleihen wie verheirateten Paaren.  

Die Union kritisierte, mit der Stiefkindadoption verstoße die Koalition gegen den von der Verfassung gebotenen besonderen Schutz von Ehe und Familie.  

Die Neuregelung sieht auch vor, dass nach Trennungen die Lebenspartner im selben Maße füreinander einstehen müssen wie geschiedene Eheleute. Während der Lebenspartnerschaft soll künftig - wie derzeit bei Ehen schon - die so genannte Zugewinngemeinschaft gelten. Neu ist auch, dass homosexuelle Paare sich verloben können - mit der praktischen Folge, dass die Verlobten vor Gericht ein Zeugnisverweigerungsrecht erhalten.  

Die Neuregelung ist nicht von der Zustimmung des Deutschen Bundesrates abhängig. Zypries erklärte allerdings, die Regierungskoalition wolle ein weiteres Gesetz auf den Weg bringen, mit dem die Lebenspartnerschaften auch im steuerlichen Bereich der Ehe gleichgestellt werden sollen - etwa über das so genannte Ehegattensplitting. Dies Regelung sei von der Zustimmung der unionsdominierten Länderkammer abhängig.  

Mit der Gesetzesinitiative nimmt Rot-Grün die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auf, das am 17. Juli 2002 eine Klage der unionsgeführten Länder Bayern, Sachsen und Thüringen abgewiesen hatte. Zypries betonte, Karlsruhe habe mit seinem Urteil den Gesetzgeber ermutigt, homosexuellen Paaren mehr Recht zu geben. "Wir kommen auf dem langen Marsch zur Gleichberechtigung voran", sagte Beck.
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30.06.2004 - NE: Partnerschaftsgesetz tritt am 1. Juli in Kraft
Das Neuenburger Partnerschaftsgesetz tritt am 1. Juli in Kraft. Es bringt eingetragenen Paaren auf Kantonsebene eine Gleichstellung mit Ehepaaren. Wirkung entfaltet es namentlich bei den Schenkungs- und Erbsteuern sowie bei der Pensionskasse des Kantons Neuenburg. Der Neuenburger PaCS steht gleich- und gemischtgeschlechtlichen Paaren offen. Die Registrierung kann bei jedem Notar vorgenommen werden.

Das Gesetz geht auf eine parlamentarische Initiative der Jung-Freisinnigen zurück, die im Jahr 2001 eingereicht worden war.
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30.06.2004 - PINK CROSS trifft Zürcher Polizeikommandanten
Eine Delegation von PINK CROSS hat am 25. Juni mit der Stadtpolizei Zürich ein Gespräch über die Verfolgung von Pornographie im Internet geführt. Im Zentrum standen dabei die rund 500 Verfahren im Gefolge der Beschlagnahmung des Servers der Internet-Kontaktbörse Gaynet. Beim rund zweistündigen Gespräch anwesend waren seitens der Polizei Philipp Hotzenköcherle, Kommandant der Zürcher Stadtpolizei und Bernhard Waser, Chef Region West. PINK CROSS war mit Rolf Trechsel (Präsident) und Pierre Andre Rosselet (Vizepräsident) vertreten.

Die Vertreter von PINK CROSS betonten, dass sie hinter dem Schutzalter stehen. Sie hätten aber kein Verständnis dafür, dass Verfahren betreffend Pornographie im Internet einseitig gegen Besucher schwuler Websites geführt werden. Gleichzeitig seien nämlich pornographische Darstellungen auf kommerziellen Hetero-Websites immer noch sehr leicht und frei verfügbar. Ebenfalls beanstandete PINK CROSS mit Nachdruck, dass bei der Befragung von Gaynet-Besuchern durch die Polizei schwulenfeindliche Ressentiments zum Ausdruck gekommen sind.

Philipp Hotzenköcherle seinerseits versicherte, er lege Wert darauf, dass seine BeamtInnen keinerlei Unterscheidung nach der sexuellen Orientierung treffen. Im der täglichen belastenden Arbeit sei es aber denkbar, dass nicht immer optimal kommuniziert werde. Er werde die Eindrücke seitens der Schwulen an die Kinderschutzgruppe weiterleiten.

Wer auch immer sich ungerecht behandelt fühle, soll sich direkt beim

Kommando der Stadtpolizei
Bahnhofquai 3
Postfach
8021 Zürich beschweren.

Der Fall Gaynet hat bei Gay-Providern grosse Unsicherheit ausgelöst, was nun rechtlich zulässig ist und was nicht. Die Polizei verwies diesbezüglich an die Untersuchungsbehörden. PINK CROSS wird nun das Gespräch mit der Bezirksanwaltschaft suchen. Der Vorschlag von PINK CROSS, bei der Polizeiausbildung schwule Lebensrealitäten zu vermitteln, wurde vom Polizeikommandanten positiv aufgenommen.
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30.06.2004 - Klubschule Migros: Registrierte Partnerschaften
Die Klubschule der Migros in Zürich bietet neu einen Kurs zum Thema "Registrierte Partnerschaften" an. Geleitet wird dieser durch Rechtsanwältin Nadja Herz.

Der Kurs richtet sich an gleichgeschlechtliche Paare, die bereits eine registrierte Partnerschaft eingegangen sind oder die beabsichtigen, nach zürcherischen Recht oder nach künftigem Bundesrecht eine registrierte Partnerschaft einzugehen.

Der Kurs versetzt Sie in die Lage, selbstständig die nötigen Schritte einzuleiten, um eine registrierte Partnerschaft einzugehen. Er vermittelt Kenntnisse über die Rechtswirkungen der Registrierung, insbesondere in den Bereichen Steuerrecht, Erbrecht, Sozialversicherungsrecht, Güterrecht und Ausländerrecht. Der Kurs befasst sich sodann damit, welche zusätzlichen Vorkehrungen Sie zur gegenseitigen Absicherung treffen können etwa im Bereich des Erbrechts, der beruflichen Vorsorge oder wenn Kinder vorhanden sind.

Daten der beiden Kurse:
Mi, 10.11.04, 18:00-19:50 Uhr
Do, 25.11.04, 18:00-19:50 Uhr


Kursort: Zürich Limmatplatz
Kosten: Fr. 45.00
Anmeldung: www.klubschule.ch oder 01 317 54 54
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18.06.2004 - Partnerschaftsgesetz: Parlamentarischer Hürdenlauf geschafft
Das Eidgenössische Parlament hat das Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare am Freitag (18.Juni) definitiv verabschiedet. Weil die Eidgenössische Demokratische Union bereits das Referendum angekündigt hat, bereiten sich die Organisationen der Lesben, Schwulen und ihrer Angehörigen auf eine Volksabstimmung vor, die voraussichtlich im Februar stattfinden wird. Offizieller Startschuss: eine Grosskundgebung am 23. Oktober in Bern, zu der wir alle Lesben und Schwulen bereits heute einladen.

Im Nationalrat wurde das Gesetz mit 112:51 Stimmen verabschiedet, im Ständerat mit 33:5 bei vier Enthaltungen. Die Schweizerische Schwulenorganisation PINK CROSS und die Lesbenorganisation Schweiz LOS danken dem Parlament für seine zügige Arbeit. Auch wenn ihre Forderung nach Gleichstellung darin nicht zu 100 Prozent erfüllt ist, löst das Gesetz über die eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare doch zahlreiche Probleme, welche lesbische und schwule Paare bisher nur mit viel Aufwand oder auch gar nicht lösen konnten.

PINK CROSS und LOS bedauern es, dass das von vielen Lesben und Schwulen mit Ungeduld erwartete Gesetz durch ein Referendum von fundamentlistisch-konservativer Seite hinausgezögert werden soll. Nach der breiten Unterstützung des Parlaments quer durch nahezu alle Partfarben werden die beiden Organisationen aber alles tun, um auch das Schweizer Stimmvolk von der Notwendigkeit des Partnerschaftgesetzes zu überzeugen.

Die Abstimmungskampagne wird durch den Verein "JA zum Partnerschaftsgesetz" geführt.
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17.06.2004 - Proteste gegen Lesbenfilm in Indien
In Indien herrscht grosse Aufregung. Der Film "Girlfriend" des Regisseurs Karan Razdan erhitzt die Gemüter.

Während radikale Hindus Steine geworfen, Kinoeingänge und Poster zerstört haben, weil der Film nicht der indischen Kultur entspräche, haben Frauenorganisationen ihren Protest verbal vorgebracht. Mitglieder des «Forum gegen die Unterdrückung von Frauen» warfen dem Regisseur Pornografie vor, berichtet BBC. Der Film diene einzig und allein der Befriedigung der Vorstellungen heterosexueller Männer. Außerdem bediene er sich platter Stereotypisierung. «Alle negativen, verbreiteten Mythen über Lesben wurden in die Geschichte eingebracht.» Der Film erzählt von der krankhaften Eifersucht einer Frau, als ihre Freundin sich in einen Mann verliebt. Die Darstellung sei «höchst rückschrittlich», so der Vorwurf.

Weitere Infos:
NZZ : Sturmtrupps gegen einen Lesben-Film
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17.06.2004 - Heute Capricorn-Treff
Was geht ab in Chur?

Die neusten „Rosa News“ gibt’s heute im Calanda, danach geht’s wohl wieder mal Richtung Altstadt.

20:00 - 21:30 : Restaurant Calanda, Postplatz 1, Chur
21:30 - ?? : Churer Altstadt
Bitte bei Yvo (079 230 97 03) anmelden.
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04.06.2004 - Rundschau: Lesbische Mütter
Auch der Ständerat hat die registrierte Partnerschaft für homosexuelle Paare akzeptiert. Doch Adoption oder künstliche Befruchtung bleiben Tabu. Dennoch gibt es sie: die lesbischen Mütter!

Die Sendung Rundschau von SFDRS hat am vergangenen Mittwoch zum Thema lesbische Paare mit Kindern oder Kinderwunsch einen Beitrag gesendet.

Einen Mitschnitt des Beitrages ist unter folgendem Link zu finden:

Rundschau: Lesbische Mütter (ca. 13 Min. , Real-Format)
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03.06.2004 - Ständerat entscheidet für Toleranz und Menschlichkeit
Nach dem Nationalrat hat nun auch der Ständerat am Donnerstag mit 25 zu 0 Stimmen bei 4 Enthaltungen dem Gesetz über die Eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare zugestimmt. Die Verbände der Lesben und Schwulen und deren Eltern freuen sich über dieses überraschend deutliche Votum für Toleranz und Menschlichkeit. Sie hoffen, dass die Differenzbereinigung noch in der Sommersession abgeschlossen werden kann.

Die Vorlage ist ein Spezialgesetz mit gewichtigen Unterschieden zur Ehe, etwa in den Bereichen Adoption (ausdrückliches Verbot) und Einbürgerungen der ausländischen Partner/innen. Trotzdem bringt die Vorlage eine klare Verbesserungen für gleichgeschlechtliche Paare: Sie erhalten ein gesetzliches Erbrecht und werden etwa bezüglich Sozialversicherungen, Steuern und Aufenthaltsbewilligungen für ausländische Partner/innen mit Eheleuten gleichgestellt. Diesen Rechten steht die Pflicht zu gegenseitigem Unterhalt gegenüber, welche den Staat entlastet. Dass eine Minderheit der bürgerlichen Ständeräte diesen Ausbau der so häufig beschworenen Eigenverantwortung ablehnte, ist schwer nachvollziehbar. Als umso erfreulicher ist die klare Zustimmung des Gesamt-Ständerates zu werten.

Die Verbände sind auch erfreut über die bisherige speditive Behandlung der Vorlage durch das Parlament und hoffen, dass die letzten Differenzen zwischen National- und Ständerat noch in der Sommersession bereinigt werden können.
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