26.10.2004 - Interpellation von NR Mario Fehr
In vielen Ländern drohen Lesben und Schwulen Verfolgung, Verhaftung, Folter und Tod. Der Zürcher SP-Nationalrat Mario Fehr möchte vom Bundesrat wissen, wie zu dieser teilweise schwerwiegenden Verletzung von Menschenrechten zahlreicher Staaten stellt.

In einer Interpellation verlangt Mario Fehr von der Landesregierung Auskunft darüber, ob sich die Schweiz auf diesem Gebiet überhaupt engagiert und konkreter: ob der Bundesrat bereit ist, sich im Rahmen der UNO-Menschenrechtskonferenz oder bei anderen multilateralen Treffen für die Rechte von Schwulen und Lesben zu engagieren. Schliesslich wird der Bundesrat auch auf seine Bereitschaft angesprochen, die Frage mit einzelnen Staaten anzugehen.


Weitere Infos:
Interpellation von NR Mario Fehr
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26.10.2004 - Pink TV in Frankreich gestartet
Nach Wetter-Channel und Einkaufs-TV kommt in Frankreich Pink-TV, der erste Fernsehsender für Homosexuelle. Die Macher hoffen auf mindestens 180.000 Abonnenten, sagte Senderchef Pascal Houzelot der Tageszeitung "Le Parisien" zum Sendestart. Dabei solle der Bezahlsender aber "kein Ghetto-Kanal" sein.

In Frankreich gebe es rund 3,5 Millionen homosexuelle Männer und Frauen, sagte Houzelot. Abonnenten müssen pro Monat neun Euro zahlen, wenn sie den Spartensender über Satellit, Kabel oder das Breitband-Netz ADSL empfangen wollen.

Zu den fest eingeplanten Programm-Bestandteilen gehören Serien wie "Queer as Folk" und "Metrosexuality", aber auch die US-Serie "Wonder Woman" mit Lynda Carter aus den 70-er Jahren. Ab zwei Uhr nachts wird der Sender zum freien Kanal ("Paradies") mit Videos und experimentellen Filmen.

Nur zehn Prozent spezielle Propgramme
Laut Houzelot wird Pink TV nur zu rund zehn Prozent explizit sexuelle Programme ausstrahlen. Daneben verspricht sich der Sender, etwa mit Opern-Aufzeichnungen und Talk-Runden Interessenten anzulocken. Außerdem werden Themen wie das "Coming out" und Aids behandelt oder Stars der Homosexuellen-Szene wie Freddie Mercury und Marianne Faithfull porträtiert.

 Der Sender geht mit einem Jahresbudget von 11,5 Millionen Euro an den Start. Pink TV strebt an, als erstes Homosexuellen-Programm der Welt profitabel zu arbeiten. Bei Pridevision in Kanada und Gay TV in Italien ist der wirtschaftliche Erfolg noch nicht gesichert, in den USA soll im März der Homosexuellen-Sender Logo an den Start gehen.


Weitere Infos:
www.pinktv.fr
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12.10.2004 - Achtung Fertig Partnerschaft – Auf zur Kundgebung am 23. Oktober 2004 in Bern!
Unter dem Motto „Achtung Fertig Partnerschaft“ findet am Samstag, den 23. Oktober 2004 auf dem Bundesplatz in Bern eine Kundgebung für das Partnerschaftsgesetz für gleichgeschlechtliche Paare statt. Neben politischen Ansprachen gibt es musikalische Highlights mit der Philipp Fankhauser Blues Band sowie weitere Attraktionen. Durch den Anlass führt Kurt Aeschbacher.

Jetzt geht es um die Wurst: Schwule, Lesben und alle ihre Freundinnen und Freunde sind aufgerufen, sich unter dem Leitspruch „Achtung Fertig Partnerschaft“ möglichst zahlreich in Bern zu dieser Kundgebung einzufinden. Damit wir gemeinsam dieses Zeichen an das Stimmvolk geben können, versammeln wir uns am Samstag, 23. Oktober um 13.30 Uhr auf dem Waisenhausplatz in Bern für den Demo-Umzug.

Auf dem Bundesplatz wird mit verschiedenen Ansprachen die Bedeutung des Bundesgesetzes über die eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare betont. Dass EDU und EVP 50'000 Unterschriften für ein Referendum gegen das Gesetz gesammelt haben, ist das eine - Die Antwort darauf muss lauten, dass das Schweizer Stimmvolk das Gesetz annimmt und damit endlich einen grossen Schritt in Sachen Gleichstellung von Lesben und Schwulen in der Schweiz macht.

Tragt also den Samstag, 23. Oktober in Eure Agenda ein und bringt alle Eure Freundinnen und Freunde mit! Es müssen möglichst viele Leute teilnehmen, damit der Anlass seine volle Wirkung entfalten kann. Nach der Kundgebung gibt es im Anderland ab 17 Uhr ein Abendessen, gekocht von der HAB. Und ab 21 Uhr steigt im Theater National am Hirschengraben 24 die grosse „DiscO l’amour“ mit DJ David Merck, DJ Ludwig & DJane Zardas. Benutzt für die Anreise die Extrawagen oder den Extrazug der SBB!


Internet: www.partnerschaft-ja.ch


Extrawagen der SBB:
Ab Zürich 11:34 Uhr
Extrazug ab Zürich 12:05 Uhr
Ab Luzern 10:57 Uhr
Ab Basel 12:04 Uhr
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22.09.2004 - Trachsel und Cavigelli befürworten Partnerschaftsgesetz
Unsere beiden Regierungsratskandidaten Hansjörg Trachsel und Mario Cavigelli stehen hinter den Anliegen für eine Regelung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Doch die beiden gehen unterschiedlich mit dem Thema um.

Wie schon anlässlich der Nationalratswahlen 2003 hat die homosexuelle Arbeitsgruppe Graubünden (HAGR) auch die beiden Regierungsratskandidaten zu ihrer Einstellung zum Thema Homosexualität und dem Gesetz über die eingetragene Partnerschaft befragt.

Beide Kandidaten befürworten zwar das Partnerschaftsgesetz, Trachsel zeigt aber deutlich ein klareres Profil. Er unterstützt die vollumfängliche Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben. Für ihn soll kein Mensch diskriminiert werden, gleich wie er fühlt und leben will. Cavigelli ist dagegen der Meinung, dass Regelungen, welche über das Partnerschaftsgesetz hinausgehen, von der Gesellschaft politisch nicht getragen werden. Er selber lehne solche Forderungen auch persönlich ab.

Während Hansjörg Trachsel auch regionalpolitisch durchaus bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und beim Scheitern des Partnerschaftsgesetzes eine kantonale Regelung befürwortet, lehnt Mario Cavigelli dies ab. Für ihn sind diese Fragestellungen auf eidgenössischer Ebene zu lösen. Daher sieht Cavigelli keinen Bedarf, sich auf kantonaler Ebene für eine konstruktive Lösung einzusetzen.

"Uns ist es ein Anliegen, dass die Wählerinnen und Wähler im Detail wissen, wie die Kandidaten zum Themenkomplex des vom eidgenössischen Parlament verabschiedeten Gesetzes über die Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften denken“ betont Adrian Camartin von der homosexuellen Arbeitsgruppe Graubünden (HAGR). Wie die Umfrageergebnisse zeigten, folgten die beiden Kandidaten nicht einfach der Parteilinie. „Dies hat uns schon ein wenig überrascht,“ gibt Camartin zu. „Wir sind aber über die Unterstützung unserer Anliegen durch beide Kandidaten sehr glücklich.“ Die homosexuelle Arbeitsgruppe Graubünden werde auch weiterhin den bündner Politikern auf den Zahn fühlen. „Wir bleiben dran!“ sagte Camartin abschliessend.

Weitere Infos:
Umfrageblatt von Mario Cavigelli
Umfrageblatt von Hansjörg Trachsel

Bericht "Die Südostschweiz"
Bericht "Bündner Tagblatt"
Bericht "La Quotidiana"
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13.09.2004 - Protest gegen Buju-Banton-Auftritt in Montreux
Unterstützt von PINK CROSS und LOS haben die Waadtländer lesbischwulen Organisationen Vogay und Lilith gegen einen Auftritt des Jamaikaners Buju Banton vom 8. September in Montreux protestiert. Wegen homophober Texte sind Banton in jüngster Zeit mehrer Auftritte, vor allem in Deutschland, gestrichen worden.

Zumindest im Song «Boom Bye Bye» ruft Buju Banton offen dazu auf, Homosexuelle durch Kopfschuss, Säureattentat oder Brandanschlag zu ermorden. Die Menschenrechtsorganisationen amnesty international und Human Rights Watch haben aufgrund von Indizien berichtet, dass Buju Banton, der mit bürgerlichem Namen Mark Myrie heißt, im Juli 2004 in Jamaika an einem schwulenfeindlichen Übergriff persönlich beteiligt war. Darüber haben in Großbritannien auch BBC und der Guardian berichtet. In Montreux trat er im Rahmen eines jamaikanischen Kulturfestivals auf.

PUMA, Sponsor von Buju Banton, hat den jamaikanischen Künstlern und Sportlern mitgeteilt, dass in Sachen Homophobie eine Nulltoleranz gelte. Sollte Buju Banton weiterhin homophobe Texte verwenden, wird sich der Sponsor zurückziehen.

Die Homosexuellen-Organisation Vogay und die Lesbenorganisation Lilith, unterstützt von der schweizerischen Schwulenorganisation PINK CROSS und der Lesbenorganisation Schweiz LOS, fordern alle Veranstalter von Kultur- und Musikfestivals auf, Buju Banton so lange nicht zu berücksichtigen, bis er sich ausdrücklich den homophoben Texten und Akten distanziert. Gleiches gelte für alle andern Künstler, welche ihr Schaffen als Vorwand und Deckmantel für extremistische, rassistische, homophobe oder verhetzende Botschaften gegen Minderheiten missbrauchten.
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19.08.2004 - Heute Capricorn-Treff
Tour "Khur"

Mal was ganz neues: schauen wir mal, ob man in Chur auch einen feinen Tessiner-Risotto bekommt. Und danach? Lassen wir uns überraschen....

20:00 - 21:30 : Restaurant Ticino, Mühleplatz 3, Chur
(Das Restaurant Ticino befindet sich in einer Seitengasse der Poststrasse)
Bitte bei Yvo (079 230 97 03) anmelden.
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13.08.2004 - Affäre mit Mann - Gouverneur tritt zurück
In einer überraschenden Erklärung bestätigte Gov. James E. McGreevey, dass er eine aussereheliche Affäre mit einem Mann hatte und kündigte daraufhin seinen Rücktritt zum 15. November an. "Die Wahrheit ist, dass ich ein homosexueller Amerikaner bin", sagte der 47jährige demokratische Gouverneur des US-Bundesstaates New Jersey.

Schwulen- und Lesbenorganisationen bedauern den Rücktritt McGreeveys. "Es macht mich traurig das Menschen im Jahre 2004 immer noch an einer homophoben Gesellschaft scheitern wenn sie sich zu ihrer Homosexualität bekennen", sagte Kevin Cathcart, Sprecher von Lambda Legal, welche sich für die Rechte von Schwulen und Lesben stark macht.

McGreevey, welcher an der Medienkonferenz von seiner Frau und seinen Eltern begleitet wurde, möchte das kommende Wochenende im Kreise seiner Familie verbringen.

Weiter Infos:
WNBC - N.J. Gov. McGreevey Admits Gay Affair
Lambda Legal
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28.07.2004 - Gericht annulliert erste Homosexuellen-Ehe in Frankreich
Ein Gericht in Bordeaux hat die erste Homosexuellen-Ehe Frankreichs am Dienstag für nichtig erklärt.

(ap) Die vor zwei Monaten von einem Grünen-Politiker getrauten Männer, Bertrand Charpentier und Stéphane Chapin, kündigten umgehend an, in Berufung zu gehen und notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu ziehen. Die Richter hätten eine traditionelle Sicht der Ehe durchgesetzt, erklärte der Anwalt des Paares, Emmanuel Pierrat.

Der Grünen-Abgeordnete Noël Mamère ist bereits wegen der nach Ansicht der Behörden rechtswidrigen Eheschliessung für einen Monat von seinem Amt als Bürgermeister von Bègles, einem Vorort von Bordeaux, suspendiert worden. Die konservative Regierung von Premierminister  Raffarin hat sich klar gegen eine Ehe von Homosexuellen ausgesprochen, auch Politiker der oppositionellen Sozialisten wandten ein, die derzeitige Rechtslage lasse keine Homo-Ehen zu.
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15.07.2004 - Bush will an Verbot von Homo-Ehe festhalten
Der amerikanische Präsident George W. Bush will sich trotz des Scheiterns im Senat weiter für ein Verfassungsverbot der Homosexuellen-Ehe einsetzen. Nach mehrtägiger Debatte stimmten nur 48 der 100 Senatoren dafür, den Verfassungszusatz überhaupt zur Abstimmung zu bringen.

Präsident Bush zeigte sich «zutiefst enttäuscht» über das Scheitern seiner Pläne. Er wollte die Heirat von Homosexuellen in den USA per Zusatz in der Verfassung verbieten. Bush sprach von einem vorübergehenden Rückschlag seiner Bemühungen. Die «Verteidiger der traditionellen Ehe» sollten in ihrem Kampf nicht nachlassen.

Vertreter der Homosexuellenbewegung begrüßten die Entscheidung des Senats. Sie zeige, daß „schwule und lesbische Menschen nun als Teil der Gemeinschaft dieses Landes betrachtet werden“, sagte Joe Delaplaine von der Koalition für Gleiche Eheliche Rechte in Los Angeles.

Weitere Infos:
Bericht bei nzz.ch
Bericht bei faz.net
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13.07.2004 - Bis zu 15 000 Personen an Genfer "Pride 04"
Zwischen 10 000 und 15 000 Personen haben am Samstag in Genf am Umzug "Pride 04" teilgenommen. Schwule, Lesben und Bisexuelle feierten am farbenfrohen Anlass, der früher "Gay Pride" hiess, die Fortschritte bei der registrierten Partnerschaft.

Der Umzug startete gegen 15 Uhr im Park Mon-Repos. Rund 15 Wagen fuhren durch die Genfer Altstadt Richtung Park des Bastions. Nach Angaben der Polizei wurden sie von 10 000 Personen begleitet. Die Veranstalter sprachen von 15 000 Teilnehmenden. Tausende von Schaulustigen versammelten sich am Strassenrand.

Regenbogen-Fahnen, Matrosen-Kostüme, indianischer Federschmuck oder schottische Kilts - der Umzug präsentierte sich schillernder als in vergangenen Jahren. Von den Wagen ertönten alle möglichen Musikstyle, von Oper bis Techno.

Im Namen des Kantons Genf hiess Micheline Spoerri während dem offiziellen Teil des Festes die "Pride" willkommen. "Es ist ein Feiertag", sagte Staatsrat Patrice Mugny mit Verweis auf das Gesetz über die registrierte Partnerschaft, das vom Parlament im Juni verabschiedet wurde.

Stéphanie Auger vom Organisationskomitee zeigte sich zuversichtlich, dass die Schweizer Bevölkerung der registrierten Partnerschaft zustimmen würde, falls es zu einer Referendumsabstimmung käme. Die Menschen wollten nicht Rückschritte machen, sagte sie. Auch auf den Transparenten war von einem Sieg in Sachen registrierte Partnerschaft die Rede.

Zu Beginn des Abends zogen die Veranstalter eine positive Bilanz. Gelobt wurde insbesondere der freundliche Empfang durch die Genfer Bevölkerung. Das Fest ziehe ein gemischtes Publikum an, auch Familien mit Kindern, freute sich Chatty Ecoffey namens des Komitees.

Die "Pride" wurde 1997 unter dem Namen "Gay Pride" gegründet. Inzwischen sei sie aber nicht mehr bloss den Schwulen und Lesben vorbehalten, erklärten die Oranganisatoren vor der diesjährigen Ausgabe. Auch Bisexuelle und Transsexuelle gehören zum Zielpublikum der Veranstalter. Der Anlass soll allen offenstehen.

Weitere Infos:
www.pride04.ch
Link zu den Beiträge des TV-Senders TSR 1 als Real-Stream
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