Unterstützt von PINK CROSS und LOS haben die Waadtländer lesbischwulen Organisationen Vogay und Lilith gegen einen Auftritt des Jamaikaners Buju Banton vom 8. September in Montreux protestiert. Wegen homophober Texte sind Banton in jüngster Zeit mehrer Auftritte, vor allem in Deutschland, gestrichen worden.
Zumindest im Song «Boom Bye Bye» ruft Buju Banton offen dazu auf, Homosexuelle durch Kopfschuss, Säureattentat oder Brandanschlag zu ermorden. Die Menschenrechtsorganisationen amnesty international und Human Rights Watch haben aufgrund von Indizien berichtet, dass Buju Banton, der mit bürgerlichem Namen Mark Myrie heißt, im Juli 2004 in Jamaika an einem schwulenfeindlichen Übergriff persönlich beteiligt war. Darüber haben in Großbritannien auch BBC und der Guardian berichtet. In Montreux trat er im Rahmen eines jamaikanischen Kulturfestivals auf.
PUMA, Sponsor von Buju Banton, hat den jamaikanischen Künstlern und Sportlern mitgeteilt, dass in Sachen Homophobie eine Nulltoleranz gelte. Sollte Buju Banton weiterhin homophobe Texte verwenden, wird sich der Sponsor zurückziehen.
Die Homosexuellen-Organisation Vogay und die Lesbenorganisation Lilith, unterstützt von der schweizerischen Schwulenorganisation PINK CROSS und der Lesbenorganisation Schweiz LOS, fordern alle Veranstalter von Kultur- und Musikfestivals auf, Buju Banton so lange nicht zu berücksichtigen, bis er sich ausdrücklich den homophoben Texten und Akten distanziert. Gleiches gelte für alle andern Künstler, welche ihr Schaffen als Vorwand und Deckmantel für extremistische, rassistische, homophobe oder verhetzende Botschaften gegen Minderheiten missbrauchten.
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