12.12.2008 - Pink Cross/LOS empört über Vatikan
Die Lesbenorganisation Schweiz LOS und die schweizerische Schwulenorganisation PINK CROSS verurteilen die ablehnende Haltung des Vatikans zur französischen UNO-Iniative aufs Schärfste. Frankreich fordert dass Todes- und Gefängnisstrafen für Lesben und Schwule in der ganzen Welt abgeschafft werden. Frankreich, das zurzeit die EU präsidiert, will anlässlich des 60. Jahrestages der UNO-Menschenrechtserklärung bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen noch diesen Monat eine Initiative einreichen, mit der die weltweite Abschaffung der Strafbarkeit von Homosexualität erreicht werden soll. Alle 27 EU-Länder haben den Antrag Frankreichs unterzeichnet.

Die Initianten wollen damit Druck auf die 75 Staaten ausüben, welche Homosexualität unter Strafe stellen. In Mauretanien, Nigeria, dem Sudan, dem Iran, dem Jemen und Saudi-Arabien droht Lesben und Schwulen gesetzlich noch immer die Todesstrafe, in acht weiteren Ländern kann es zu lebenslangen Freiheitsstrafen kommen.

Der Vatikan verurteilt diese Initiative scharf. Als Begründung bringt er an, dass dieser Vorstoss der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtlichen Paare Vorschub leisten könnte. Ausserdem befürchtet er, dass man damit neue Formen von Diskriminierung schaffe.

LOS und PINK CROSS sind empört und schockiert, dass der Vatikan, aus Angst vor einer gesellschaftlichen Liberalisierung, die Verfolgung und den Tod von tausenden von Menschen in Kauf nimmt. LOS und PINK CROSS fordern den Vatikan auf, dieses menschenverachtende verhalten zu beenden.
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12.12.2008 - Bündner ist Mister Gay 2008/2009
Ricco Müller ist der neue Mister Gay Switzerland. Ricco steht nicht nur als neuer Botschafter für Männer die Männer lieben. Auch die Gehörlosen haben mit dem 23järhigen Bündner ein sympathische Vertretung in der Öffentlichkeit erhalten. Gekührt wurde Ricco Müller am Samstag (29. November) in der alten Börse, wo sich die neun Finalisten zur Endrunde. Beruflich ist Mister Gay Switzerland 2008/2009 Assistent im Archtekturbüro Daniel Liebeskind und hofft auf ein Architektur-Studium. Nebenbei arbeitet er als Fashion-Fotograf. Ursprünglich gelernt hat Ricco aber Elektro-Monteur.Als Muttersprache gibt Ricco Müller Gebärdensprache Deutsch an, in welcher er anschliessend an seine Wahl auch Interviews gab.

Weitere Infos:
www.mrgay.ch
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05.06.2005 - Die Schweiz sagt JA!
Das eidgenössische Partnerschaftsgesetz wurde vom Schweizer Volk in der Abstimmung vom 5. Juni 2005 mit grossartigen 58% JA-Stimmen angenommen. Wir sind sehr glücklich und dankbar.

16.5 Kantone haben dem Gesetz zugestimmt, in einigen der ablehnenden Kantonen fehlten nur wenige hundert Stimmen. Der Verein JA zum Partnerschaftsgesetz schätzt sich glücklich, dass die Schweizer Bevölkerung sich so klar und eindeutig für mehr Anerkennung und Wertschätzung von lesbischen und schwulen Menschen und ihren Wünschen bekannt hat.

Unser grosser Dank geht zuerst an die 1'557'671 JA Stimmenden. Unvergesslich wird für uns aber vor allem die vielfältige Unterstützung bleiben, die uns im Laufe der Kampagne zuteil wurde. Das persönliche Engagement vom Helferinnen und Helfern, Spenderinnen, Spendern und Angehörigen des Unterstützungskomitees hat uns überwältigt. Insbesondere den vielen jungen Lesben und Schwulen, die sich in allen Teilen der Schweiz so beherzt für ihre Zukunft eingesetzt haben, gelten unsere Anerkennung und unser grosser Dank.

Nach vorläufigen Auskünften der Bundesverwaltung (EJPD) wird das Gesetz am 1. Januar 2007 in Kraft treten können. Wir hoffen, dass eine raschere Umsetzung ermöglicht werden kann. Der Einsatz für die Rechte von Lesben und Schwulen wird nun wieder durch die Trägerorganisationen von LOS, PINK CROSS, FELS und NETWORK übernommen, welche sich auch den Fragen der Umsetzung des Gesetzes annehmen werden.
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29.04.2005 - SRG-Umfrage: Zustimmung zu beiden Vorlagen vom 5. Juni
Fünf Wochen vor der eidgenössischen Abstimmung würden Schweizerinnen und Schweizer zu beiden Vorlagen Ja sagen, wie die neuste SRG-Umfrage zeigt. Die Zustimmung zu Schengen/Dublin und zum Partnerschaftsgesetz liegt bei über 60 Prozent.

66 Prozent der Stimmenden würden heute Ja zum neuen Partnerschaftsgesetz sagen, 24 Prozent lehnen es ab und 10 Prozent wissen noch nicht, wie sie stimmen werden.

Dies sind die Ergebnisse der neusten Umfrage der SRG SSR idée suisse, die das Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 18. und 22. April bei 1229 stimmberechtigten Personen durchgeführt hat.
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29.04.2005 - CVP Schweiz beschliesst Ja-Parole zum Partnerschaftsgesetz
Die CVP Schweiz sagt Ja zum Partnerschaftsgesetz. Der Parteivorstand beschloss seine Zustimmung in Baden mit 37 zu 6 Stimmen bei 3 Enthaltungen. Die Vorlage kommt am 5. Juni zur Abstimmung.

Der Beschlussfassung vorausgegangen war eine kontradiktorische Debatte. Den befürwortenden Standpunkt hatte Nationalrätin Rosmarie Zapfl (CVP/ZH) vertreten. Dagegen nahmen die Nationalratsmitglieder Elvira Bader (CVP/SO) und Christian Waber (EDU/BE) Stellung.

Neben der CVP haben bisher die FDP, LDP, SP und Grünen die Ja-Parole beschlossen. EDU, EVP und SVP lehnen dagegen die eingetragene Partnerschaft für homosexuelle Paare ab.
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28.04.2005 - Junge CVP Schweiz unterstützt das Partnerschaftsgesetz
Die Junge CVP Schweiz hat auf elektronischem Weg eine JA-Parole zum Partnerschaftsgesetz beschlossen, nachdem das Gesetz in den Kantonalsektionen intensiv diskutiert worden ist. Die Junge CVP lädt den Vorstand der CVP Schweiz ein, es ihr gleich zu tun und das Partnerschaftsgesetz im Sinne einer sozial-liberalen Politik zu unterstützen.
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12.04.2005 - Eingetragene Partnerschaft: Ungerechtigkeiten beseitigen
Rund 130 eidgenössische ParlamentarierInnen empfehlen am 5. Juni ein JA zum Partnerschaftsgesetz. Links und Dokumentation der Medienkonferenz vom 11. April 2005.

Zustimmung aus allen Parteien
Dem Komitee „JA zum Partnerschaftsgesetz“ gehören rund 130 eidgenössische ParlamentarierInnen aus sechs Parteien an. Für das Co-Präsidium, bestehend aus Persönlichkeiten von Liberalen, SP, Grünen, FDP, SVP und CVP, ist es endlich an der Zeit, die grössten Ungleichheiten zwischen gleichgeschlechtlichen und heterosexuellen Paaren aufzuheben. An der heutigen Medienkonferenz hat das Präsidium seine Hauptargumente präsentiert und die Bevölkerung dazu aufgerufen, am 5. Juni ein klares Ja für diese massvolle Vorlage in die Urne zu werfen.

Die Liebe zwischen zwei Personen des gleichen Geschlechts und ihr Wunsch nach einer festen Beziehung sind weder mehr noch weniger intensiv, weder mehr noch weniger „konform“, als bei heterosexuellen Paaren. Obwohl die schweizerische Bundesverfassung seit 1999 vorschreibt, dass niemand aufgrund seiner Lebensform diskriminiert werden darf, dauern die Ungerechtigkeiten noch immer an. Es ist nicht akzeptabel, dass etwa die Möglichkeit des Besuchs seines/r PartnerIn im Spital vom guten Willen von dessen Familie oder des pflegenden Personals abhängt. Es ist auch nicht richtig, dass beim Todesfall erhebliche erbrechtliche Benachteiligungen bestehen.

Rechte und Pflichten
Für die ParlamentarierInnen aus sechs verschiedenen eidgenössischen Parteien, welche das Co-Präsidium des heute gegründeten Komitees JA zum Partnerschaftsgesetz bilden und heute an die Öffentlichkeit getreten sind, werden diese Lücken mit der Vorlage, über die am 5. Juni abgestimmt wird, endlich geschlossen. Sie erlaubt den homosexuellen Paaren, rechtlich anerkannt zu werden - mit allen Konsequenzen, die das beim Erbrecht, beim Recht der Sozialversicherungen, beim Steuer- und Ausländerrecht aber auch bei der Unterstützungs- und bei der Unterhaltspflicht mit sich bringt.

Im Rahmen der parlamentarischen Debatte hat die nun vorliegende Kompromisslösung eine grosse Mehrheit in beiden eidgenössischen Kammern gefunden und hat damit erlaubt, einen politischen Prozess abzuschliessen, welcher bereits Jahrzehnte gedauert hat. Das bedeutet insbesondere, dass die eingetragene Partnerschaft in keiner Weise mit einer Ehe zu vergleichen ist. Adoption und die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin bleiben den Paaren verwehrt. Dafür trägt sie stark dazu bei, dass die verschiedenen Teile unsere Gesellschaft gleichberechtigt behandelt werden.

Das Co-Präsidium des überparteilichen Komitees „JA zum Partnerschaftsgesetz bilden Jean-Michel Gros (Liberale), Claude Janiak und Liliane Maury-Pasquier (SP), Anne-Catherine Menétrey-Savary und Ruth Genner (Grüne), Rolf Schweiger und Kurt Fluri (FDP), Pierre-François Veillon (SVP) und Rosmarie Zapfl (CVP).
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30.03.2005 - Neue SEK-Broschüre: Das Partnerschaftsgesetz aus evangelischer Sicht
Am 5. Juni kommt das «Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare» zur Abstimmung, das eine Verbesserung der rechtlichen Situation homosexueller Lebensgemeinschaften zum Ziel hat. Der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) hat das Gesetzgebungsverfahren von Anfang an intensiv begleitet und in drei Stellungnahmen (1996, 2000 und 2002) dem Partnerschaftsgesetz ausdrücklich zugestimmt. In einer vierten ethischen Orientierungshilfe «Gleichgeschlechtliche Paare. Stellungnahme zum ‹Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare›» hat der Rat SEK anfangs März seine positive Haltung vor dem Hintergrund der aktuellen Einwände des Referendums noch einmal ausführlich theologisch-ethisch begründet.

Eine Kurzfassung kann auf der Website des SEK heruntergeladen werden. Auf der selben Seite kann auch der ganze Text als Broschüre bestellte werden.
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22.03.2005 - SP Schweiz sagt einstimmig JA
Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz hat als erste Bundesratspartei an ihrer Delegiertenversammlung einstimmig die JA-Parole für das Partnerschaftsgesetz beschlossen.

«Die SP Schweiz ist ein offene Reformpartei», sagte SP-Präsident Hans-Jürg Fehr in seiner politischen Standortbestimmung vor 182 SP-Delegierten in La Chaux-de-Fonds. Diese haben für die beiden Abstimmungen vom 5. Juni, dem Öffnungsprojekt Schengen/Dublin und dem Partnerschaftsgesetz, ohne Gegenstimmen die Ja-Parole beschlossen. Die SP Schweiz wird sich mit vollem Einsatz diese beiden Vorlagen engagieren.
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16.03.2005 - VPOD sagt JA
Der Verband des Personals im öffentlichen Dienst sagt ja.

Am Samstag, 12. März, hat der VPOD an seiner Delegiertenversammlung in Zürich einstimmig die Ja-Parole für das Partnerschaftsgesetz gefasst. Die anwesenden Delegierten folgten somit klar den gleichlautenden Parolen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes und weiterer Arbeitnehmerorganisationen.
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